Apple: macOS 27.0 behebt 210 Sicherheitslücken

15. Sep 2026 09:00 Uhr - Redaktion

Apple hat weitere Einzelheiten zur gestern veröffentlichten Finalversion von macOS 27.0 bekanntgegeben. Demnach enthält macOS 27.0 insgesamt 210 Sicherheitskorrekturen, bezogen auf eindeutige CVE-Nummern. Darunter sind zahlreiche mit kritischem bis hohem Schweregrad eingestufte Schwachstellen, durch die Angreifer aus der Ferne Attacken durchführen und/oder root-Zugriffsrechte erlangen können.

Die Sicherheitskorrekturen sind in einem Support-Dokument aufgeführt. Einige Auszüge bezogen auf den Kernel: "Eine schädliche App könnte möglicherweise Root-Rechte erlangen. Ein Angreifer von außerhalb könnte möglicherweise einen unerwarteten Systemabsturz verursachen oder den Kernel-Speicher manipulieren. Ein Angreifer von außerhalb könnte möglicherweise einen Denial-of-Service-Angriff auslösen".

Auch in einigen anderen Komponenten wurden kritische Schwachstellen behoben: "Bluetooth/CUPS/smbx: Ein Angreifer von außerhalb könnte möglicherweise ein unerwartetes Beenden der App oder die Ausführung von Schadcode auslösen. Eine App könnte möglicherweise Root-Rechte erlangen. Ein Angreifer aus der Ferne könnte möglicherweise einen Denial-of-Service-Angriff auslösen."

 
macOS 27
 
macOS 27.0 behebt 210 Sicherheitslücken.
Bild: Apple.

 

In der wichtigen Sandbox-Technologie, die einem Programm eigentlich klar abgesteckte Grenzen vorgibt, gab es ebenso mehrere Sicherheitskorrekturen: "Eine in einer Sandbox ausgeführte App kann möglicherweise beliebigen Code mit Kernel-Rechten ausführen. Eine App kann möglicherweise aus ihrer Sandbox ausbrechen. Ein in einer Sandbox ausgeführter Prozess kann möglicherweise die Einschränkungen der Sandbox umgehen. Eine in einer Sandbox ausgeführte App kann möglicherweise auf den System-Schlüsselbund zugreifen."

Aktiv ausgenutzt werden die Schwachstellen laut Apple jedoch nicht. Ein Großteil der Sicherheitskorrekturen hat Apple auch für die beiden vorherigen Betriebssystem-Versionsreihen verfügbar gemacht: macOS 26.7 und macOS 15.8 enthalten 154 bzw. 155 behobene Schwachstellen - plus sechs Sicherheitskorrekturen des separaten Updates auf Safari 27.0.

macOS 14 und frühere Hauptversionen des Betriebssystems erhalten derartige Sicherheitskorrekturen - wir berichteten mehrfach - nicht mehr und gelten daher als unsicher.